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Blatt 111: St. Peter: Kuppelfussgesims Michelangelos

Zusammenfassung

Obwohl das Blatt aufgrund seines Gegenstandes nicht in den direkten Zusammenhang der Zeichnungen zum St.-Peter-Projekt Sangallos gehört, ist es nicht nur hier, sondern mit Blick auf den gesamten Codex Destailleur D von großem Interesse: Geben die hier auftretenden Unstimmigkeiten bzw. Fehler doch deutliche Hinweise darauf, dass dem Zeichner anscheinend weder das Original noch eine (gute) Zeichnung als Vorlage zur Verfügung stand. Daraus lässt sich folgern, dass er zu diesen keinen Zugang mehr hatte, wenn man nicht annehmen will, dass er nach der gravierenden Änderung der Planungen durch Michelangelo sein ursprünglich starkes Interesse an St. Peter vollständig verloren hat. Entsprechend könnte dieses Blatt also ein indirektes Indiz für das Ende der Anwesenheit des Zeichners in der Fabbrica di San Pietro oder sogar in Rom abgeben. Dieses wäre demnach auf Anfang 1547 zu datieren, was sich vergleichsweise gut mit den Daten zu ‘Guglielmo franciosio’ in den Akten der Fabbrica in Übereinstimmung bringen lässt.

 

Allgemeines

AUFBEWAHRUNGKasten HDZ 3840; Mappe [16] = Bl.110, 111, 114, 116, 120: nicht bestimmte Zeichnungen
PROVENIENZ: Sammlung Hippolyte Destailleur
FRüHERE INVENTARNUMMER DER KUNSTBIBLIOTHEK: „A 375,15“ [?, S. 5]
URSPRüNGLICHER FOLIO- BAND: In Jessens Liste findet sich keine Zuordnung, es ist aber vermerkt, dass die ursprüngliche Signatur des Kunstgewerbemuseums „A 375,15“ lautete, das Blatt sich also im ersten Band des Codex Destailleur D unter den anderen St.-Peter-Zeichnungen befand. Ein Nachtrag in Bleistift – wohl von Berckenhagen – lautet „vielleicht III,11“ [?, 5]Der Grund für die Annahme dürfte das Fehlen der Nummer „11“ im Zusammenhang des III. Bandes sein, dies widerspricht jedoch der ursprünglichen Signatur, die auf einen Zusammenhang mit Band I hindeutet.
ZAHL DER BLäTTER IM URSPRüNGLICHEN FOLIO-BAND: 1 [?, S. 5]
NUMERIERUNG DURCH VORBESITZER: keine

 

Technische Beschreibung

FORMATHälfte eines ursprünglichen Folio-Blattes
ABMESSUNGEN: 428 mm × 253 mm
PAPIERQUALITäT: kartonartig fest
GITTERABSTäNDE38 mm
WASSERZEICHEN: kein Wasserzeichen
PAPIER[noch zu ergänzen]
HEFTLöCHER: keine erkennbar
ZUSTAND: Nach der Anfertigung der Zeichnung allseitig beschnittenes Drittelblatt eines Folio-Formats. Es ist also wesentlich schmaler als ein ‘reguläres’ Halbblatt. Die Beschneidung ist durch das Abbrechen der Zeichnungslinien evident. In der Nähe des linken Randes findet sich ein schwacher senkrechter Falz; der linke Rand selbst wurde etwas gestaucht, so dass hier die Einlegung in eine Lage angenommen werden kann.
MASSANGABEN: keine Maßangaben
HANDAD

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