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Grundrisse

POSITION: gesamte obere Blatthälfte, 90°nach links gedreht (nach Orientierung der Beischriften)

NUMERIERUNG / POSITION: „31.“ / am linken Rand der oberen Blatthälfte, mittig, 90° nach links gedreht;
TECHNIK: teilweise freihändige Feder in Braun über nur wenigen vorgezeichneten Bleistiftlinien; Lineal;
HAND: AD
BEISCHRIFT(EN) / POSITION
1. „vino del muro“ / links unten an der Außenwand des Grundrisses; 90° links
2. „laltezza de la porta dela lumacha p 6“ / rechts oben in der Gebäudeecke neben einer Wendeltreppe; 90° links;
3. „temple de la Paix“ / vor der Eingangswand, 19. Jh., Bleistift90° links;
MASSANGABEN / GRUNDMASS: „p72 – o8 – ø3“ / piede
MASSSTAB: ca. 1 : 330
Kommentar: Die Zeichnung zeigt den rekonstruierten Gesamtgrundriss der Basilika auf zwei horizontalen Schnittebenen mit an allen drei Seiten (außer der rechts liegenden Eingangswand) freihändig angefügten Apsiden sowie durch sich kreuzende Linien und Schraffuren wiedergegebener Wölbung. Maßangaben treten nur im erhaltenen Bereich sowie an der Eingangswand auf; einige aber auch am ersten Joch im heute nicht mehr erhaltenen Bereich, so dass es sich um Rekonstruktionen oder aber Übertragung aufgrund von Symmetrieverhältnissen handeln dürfte. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Zeichner Nord- und Südhälfte in verschiedenen Höhen horizontal schneidet: die untere (= südliche) Hälfte zeigt den Dachgrundriss mit in die Strebebögen eingelassenen Treppen. Die obere Teilhälft zeigt den Grundriss ungefähr auf Bodenniveau bzw. unterhalb des Wölbungsansatzes. Rechs oberhalb der Zeichnung wird der Grundriss der in der rechten oberen Grundrissecke dargestellten Wendeltreppe etwas vergrößert wiederholt und mit Maßangaben versehen. Nicht nur dieses Detail ist von archäologischem Interesse, sondern ebenso vielleicht die angedeutete, auf die nördliche Seitenkuppel führende Treppe. Die Vermessung der Dachtreppen ist ein deutliches Indiz für das archäologische Interesse des Zeichners (bzw. seiner Auftraggeber), da diese bautechnische Detail ansonsten kaum dargestellt wird.

Die Darstellung entspricht weitestgehend derjenigen in der Wiener Albertina (Bl. Az. Rom 56r), die aber nicht — wie Egger angibt — vom K.d.A.D. stammen dürfte, sondern von hier sog. MdAD, also dem Zeichner, der den Abstrich des „p“ als j schreibt, d.h. ohne Schleife nach rechts. Es fällt auf, dass die Maße übertragen wurden, jedoch anders auf dem Blatt verteilt und einander entsprechenden Bereichen zugeordnet sind, sowie dass die Aufschriften wie „vino del muro“ und „laltezza de “ fehlen. Die freihändige Skizzenhaftigkeit des Wiener Blattes könnte daher vielleicht die Vorlage für die mit Lineal ausgeführte Zeichnung des AD in Berlin sein, wobei diese Lesart die Frage provoziert, warum der AD dann bei der Aufteilung des Blattes bspw. die Detailzeichnung zur Wendeltreppe nicht in die Hauptzeichnung einarbeitete.

 

 

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