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verso: Antiker Rundbau

NUMERIERUNG / POSITION:
98“ / linke Blatthälfte, oben links am Rand;
99“ / rechte Blatthälfte, über Zeichnung [b] oben mittig;

 

72.2.1 Ecke einer [erfundenen?] Deckenrahmung

POSITIONlinke Blatthälfte;
TECHNIKfreihändige Bleistiftzeichnung;
NUMERIERUNG / POSITION: „98“ /links am oberen Blattrand;
Kommentar: Die freihändige Blestiftzeichnung – nur die Außenlinien des Rahmens sind mit Lineal gezogen, zeigt zwei Register bzw. zwei Ecken eines Rahmens mit einer fantastisch anmutende Kombination aus fratzenhaften Masken und und Blumen- bzw. Fruchtgirlanden, wobei aber keine Lokalisierung angegeben ist. Die Darstellung läßt jedenfalls relativ Übung erkennen – im Gegensatz zur Zeichnung [72.2.2] in der rechten Blatthälfte.

 

72.2.2 Ansicht des antiken Rundbaus vom Recto

POSITIONim Zentrum der Blatthälfte;
TECHNIKfreihändige Feder in Braun über Graphitvorzeichnungen;
NUMERIERUNG / POSITION„99.“ / oberhalb der Zeichnung am Blattrand;
Kommentar: Die Darstellung zeigt in der bekannten geringen Qualität in freihändiger Skizze die zentralperspektivisch angelegte Außenansicht eines wohl relativ kleinen Rundbaus mit rundbogig geschlossenen Tür- und Fensteröffnungen, an dem seitlich kleinere Anräume hervortreten; der Blick in das Innere zeigt auf der dem Eingang gegenüber liegenden Seite eine Nische oder aber einen weiteren Eingang.

Obwohl die Darstellung hinsichtlich Maßstab und Details offensichtlich nicht zu der des Recto paßt, deutet das Auftreten derselben Maße z. B. für die lichte Höhe der Fensteröffnungen (in beiden Fällen: „p9 - o1 - ø6“) darauf hin, dass hier die Außenansicht des auf dem Recto in Schnitt und Grundriss dargestellten Rundbaus gegeben ist. Dabei fällt z. B. auf, dass das hier dargestellte Konsolkranzgesims im Schnitt gar nicht erscheint.

Die Identifizierung des hier dargestellten Baus mit dem von Montano im Skizzenbuch des Sir John Soane’s Museum und dem von Sallustio Peruzzi (Uff. 689 A r) wiedergegebenen Tempio delle Tosse bei Tivoli durch Lynda Fairbairn erscheint ebensowenig überzeugend wie ihre Behauptung, Montanos Zeichnung basiere auf diesen Vorlagen (vgl. [?, S. 670] Kat.-Nr. 1150).

 

72.2.3 Maßskizzen zum Konsolkranzgesims des Rundbaus

POSITIONrechts oberhalb von [72.2.3] in der rechten oberen Blattecke;
TECHNIKfreihändige Feder in Braun;
Kommentar: Die obere der beiden Teilzeichnungen gibt nur drei Lotmaße zu den in schräger Untersicht dargestellten Konsolen wieder, während die untere in einer sehr ähnlichen und sogar kleineren Darstellung weitaus mehr Maße vereinigt. Hier bemüht sich der Zeichner immerhin um die bekannte Kombination von aufrissähnlicher Ansicht und Schnitt; in beiden Fällen ist das Profil allerdings recht grobschlächtig wiedergegeben, so dass eine genaue Rekonstruktion nach dieser Skizze mit einige Unsicherheiten behaftet wäre.

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